Bericht von Steffi Thies
Für jedes Problem gibt es eine Lösung, dass. .. diese so einfach ist (naja, relativ), hätte ich nicht gedacht!
Aber von Anfang an:
Meine QH-Stute fing vor 2,5 Jahren mit Headshaking ein. Es gab keine Erklärung hierfür. Wir probierten alles aus: nasses Heu, Späneeinstreu, UV-Fliegenmaske, Chiropraktiker, Osteopath, Akupunktur, tierärztliche Untersuchung bis hin zur Bronchoskopie, Kopf / Genick Röntgen, Augenuntersuchung, Zahnuntersuchung. Nichts, alles ohne besondere Befunde. Es kam und ging, Sommer wie Winter. Es gab keine Regelmäßigkeit, außer, dass. es wurde immer schlimmer!
Vor einem Jahr waren wir dann bei einer namhaften Westerntrainerin, die mehr an der Stellung / Biegung arbeitete. Danach ging dann gar nichts mehr!
Ich hatte zuvor schon viel über die Kurse “Funktionelle Anatomie” von Jörg gelesen. Sie waren mir immer zu weit weg. Anfang diesen Jahres fand einer in der Nähe (100 km) statt! Sofort habe ich mich samt Hotti angemeldet!
Für mich stand der Kurs zunachst unter keinem guten Stern., In der Woche zuvor hatte Luna dann auch noch die erste Kolik in den 9 Jahren, die ich sie habe und sie musste noch 3 Tage in der Klinik verbringen. Kein guter Start für einen Kurs! Daher habe ich sie am ersten Kurstag Lediglich an der Hand vorgestellt und bin abends für mich alleine noch etwas geritten, naja, besser gesagt, geshaked. Es ging rein gar nichts, ich war schon völlig verzweifelt! Andere Kursteilnehmer munterten mich auf, dass. .. Es wäre vielleicht gut so, damit es Jörg live erleben konnte.
Und richtig !!!!!!! Jörg sagte sofort: Ja, ja, sehe ich, ein sehr sensibles Pferd. Ist typisch für Solche Pferde. Wir haben eine gute halbe Stunde mit ihr gearbeitet. Bisher hatte ich das Reiten immer unterbrochen wenn sie schnickte. In dieser sehr kurzen Zeit sah man schon eine Besserung! Jörg steuerte mich quasi wie eine Marionette: parieren innen, außen, Bein, Druck, vorwärts reiten …
Mitte Juni waren wir dann auf dem Hof Knapendorfer auf dem EWU A / Q Turnier. Auch da fing sie schon beim Abreiten ein zu schnicken. Trotz super Boden, kein Staub, eher Matsché (es hatte 2 Tage durchgeregnet), das alte Problem. Durch die Superhorse und die Western Riding kam ich ohne schnicken. In der Pleasure fing sie auf der Hand eins zu schnicken zweiten, wie auch die beiden Turniere zuvor. (Noch im Jahr 2007 waren wir Westfalenmeister in der Western Pleasure!)
In meiner Verzweiflung fragte ich Jörg, ob er mir an meinem prüfungsfreien Samstag eine Reitstunde geben könnte. Er willigte direkt ein. Wir haben dann einen Dressursattel ausprobiert um alle Eventualitäten auszuschließen. Auch sie wieder damit schnickte, aber innerhalb der dreiviertelstündigen Reitstunde war es ganz verschwunden!
Sonntag beim Abreiten, war es dann wieder ganz schlimm. Jörg gab mir kurz vor der Prüfung noch einmal Hilfestellung und siehe da, eine erfolgreiche Superhorse OHNE schnicken folgte (4.Platz)! Nun war unser Urlaub im August quasi schon auf dem Hof Knapendorfer gebucht!
In der Zwischenzeit habe ich mein Pony mit Wassertrense und Sperrhalfter geritten. Obwohl ich bisher auch “nur” ein Billy-Allen-Shanks-Trense mit kurzen Anzügen verwendet hatte! (Habe Allerdings von etlichen Profireitern und Reitkollegen den Ratschlag bekommen ein Korrektur-Bit zu verwenden, um das Schnicken zu verhindern! (Gut, Dass ich diese Ratschläge nicht befolgt habe!)
Nach der zweiten Reitstunde hatte ich immerhin schon so viel verstanden, dass. .. ich in der Lage war, das mit viel Gefühl über hinwegzureiten erschüttert!
Anfang August haben wir dann 4 Tage Urlaub auf dem Knapendorfer Hof gemacht und wurden sehr herzlich empfangen! Mein Pony Bekam eine schöne Außenbox und eine eigene, riesige Weide mit Sichtkontakt Zu den anderen Pferden.
Es waren sehr lehrreiche Tage und siehe da bin, letzten Tag grenzende die gesamte Reitstunde ohne schnicken! Eine Woche später war dann Westfalenmeisterschaft und meine Luna schaffte es endlich eine gesamte Unterwegs zu überstehen, ohne zu schütteln! Obwohl es für mich noch zwei Arten zu reiten sind! Beides zu kombinieren ist schon nicht ganz leicht!
Mitte Oktober haben wir erneut 3 Tage auf dem Hof Knapendorfer zum Training verbracht und siehe da, das Reiten nimmt langsam Formen an
Und nicht nur das Reiten auf dem Hof Knapendorfer macht Spaß. Mit der netten Stallgemeinschaft, Evi und Jörg, kam dann auch mein Freund zum Züge. Wir waren Kart fahren!
Das wird auch nicht der letzte Aufenthalt auf dem Hof Knapendorfer gewesen sein!
Ich bin wirklich für diese Hilfe sehr dankbar!
Daher nochmal ein großes Dankeschön an Evi, Jörg und Uschi!
Steffi, Björn & Luna