Trainerfortbildung (Urlaub) einmal anders …

Nachdem wir letztes Jahr schon einmal eine Woche auf dem Hof Knapendorfer verbracht haben, MachTen wir uns auch in diesem Jahr wieder auf den Weg zu einer schönen aber auch anstrengenden Weiterbildung in Hessen. Somit luden wir unsere beiden Quarter Wallache Bobbi und Holi am 24. Mai auf den Anhänger und MachTen uns auf den ca. 600 Kilometer langen Weg von Heide (Holstein) zum Knapendorfer Hof. Nach einer extrem warmen und 8 ½ Stunden langen Fahrt kamen wir auf dem Hof ein und wurden sofort von Uschi, der guten Seele des Hofes, in Empfang genommen. Neben einem Stück Weide bekamen wir noch 2 Boxen im Außenstall zugewiesen, so dass. für Kost und Logis der Pferde gesorgt war. Da Jörg und Evi noch beim “Richten” waren Konnten wir in aller Ruhe unsere schöne Ferienwohnung im 2 Kilometer entfernten Laubuseschbach beziehen. Die Wohnung der Familie Beichert kannten wir schon vom letzten Mal und fänden uns Somit sofort zurecht.
Der Montagmorgen begann dann mit der ersten Reitstunde. Nach der erste Lösungs-und Sichtungsphase ging es direkt ans Arbeiten, so dass. sich schon nach 45 Minuten die ersten Erfolge zeigten. Während Dessen habe ich bereits Holi für seine erste Stunde fertig gemacht. Somit stehen dann einem “fliegenden” Pferdewechsel nichts mehr im Wege. Da Nina Holi schon im letzten Jahr und bei den ersten Lehrgängen geritten hatte, schaute sich zuerst ein Jörg welche Fortschritte die Beiden seit dem letzten Lehrgang gemacht hatten. Anschließend folgte ein Unterricht in gewohnter Manier. Hierbei zeigt Jörg durch kurze knappe Kommandos, wie er das Pferd geritten haben möchte Somit versucht und “richtiges” Reiten zu demonstrieren. Der Reiter soll dieses Gefühl mitnehmen und dann selber umsetzen anschließend.
Nach diesen beiden Reitstunden nutzen wir das herrliche Wetter um uns ein wenig auf dem Hof umzuschauen und die Neuerungen des letzten Jahres zu betrachten. Anschließend schauten wir Jörg beim Beritt und beim Unterricht zu. Hierbei bestand immer die möglichkeit Fragen zu stellen und Jörg förderte uns auch immer wieder auf, das gerade Gesehene zu beurteilen und eine Entwicklung festzustellen. Somit ging ein ereignisreicher und schöner Tag zu Ende.
DIE FOLGENDEN Tage bestanden für uns dann immer aus 2 Reitstunden für Nina mit Bobbi und Holi und dem Zuschauen bei Jörg’s Tätigkeiten. Neben normalen Reitstunden waren wir auch noch bei einer Vereins-und einer Springstunde dabei. Ich an dieser Stelle mal ein paar markante Aussagen aus Jörgs Unterricht zitieren, welcher jeder Seiner Reitschuler bestimmt wiedererkennt möchte.
– “Aktivität durch Passivität”
– “Nimm den äußeren Zügel”
– “Mach ihn Hohl”
Offen gestanden kann man im ersten Augenblick vielleicht mit diesen Begriffen noch nicht so viel anfangen. Aber wenn man einmal an seinem Seminar über Funktionelle Anatomie und die Ausbildungsskala zugehört hat, kann man diese Begriffe sehr gut einsortieren.
Neben der Pferde-und Reiterausbildung kam aber auch der Freizeitwert unserer “Fortbildung” nicht zu kurz. Neben vielen sehr interessanten Gesprächen haben wir auch die schöne Umgebung erkundet und sehr viel Natur vorgefunden. Der nette Umgang zeigte sich auch am Donnerstag, wo Evi und Jörg mit uns noch essen gegangen sind.
Nach diesem sehr unterhaltsamen Abend gab es dann am Freitagmorgen noch eine sehr schöne abschließende Reitstunde mit Holi Bevor wir “Sack und Pack” ins Auto luden um wieder nach Hause zu Reisen. Nach einer Wiederum durch viel Verkehr und Stau geprägten Rückfahrt erreichten wir dann 8 ½ Stunden später unsere eigene kleine Westernreitschule im hohen Norden.
Zusammengefasst muss man sagen, dass. es wieder einmal eine sehr schöne Woche bei Jörg und Evi auf dem Hof Knapendorfer Krieg und wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen im diesjährigen September.
Stefan & Nina Sick