Portrait

Jörg Bös 16/11/2008

Jörg Bös – Jahrgang 1968 -  ist seit seinem 10. Lebensjahr eng mit der Reiterei verbunden.

Die Basis für die Dressurarbeit und die Einstellung zur klassischen Reitlehre erhielt er durch sein Training mit Gerhard Weiß. Gerhard Weiß ist selbst Richter und Ausbilder bis Grand Prix, mit dem er auch heute noch einen regen Austausch pflegt. Gerhard Weiß hat durch seine Ansicht über Pferde die Ausbildung von Jörg Bös sehr geprägt – zum Beispiel auch durch den Grundsatz „ jeder Reaktion des Pferdes geht eine Aktion des Reiters voraus“ (Zitat G. Weiß).

Als interessierter und durchaus neugieriger Mensch hält es Jörg Bös für wichtig sich weiterzubilden und „über den Tellerrand hinaus zu schauen“.  Somit wurde die kontinuierliche Dressurausbildung früher, und auch heute noch, begleitet durch Lehrgänge bei namenhaften Ausbildern wie z.B. Ellen Bontje, Vincent Herngreen (Ausbilder und selbst erfolgreich bis Kl. S und Intermediare I), Rolf Petruschke (ehemals Ausbilder auf dem Landgestüt Dillenburg) sowie aktuell Eckart Meyners.

Die Springausbildung erfolgte bei Andreas Wendenburg und Hugo Simon, verbunden mit verschiedenen Lehrgängen unter anderem bei Peter Illert und Carsten Huck und  Turnierstarts und Turniererfolgen bis Klasse S.

Neben der Tätigkeit als Ausbilder auf der eigenen Anlage, extern und als Seminarleiter, ist Jörg Bös auch als Richter international im Einsatz. Er besitzt die internationale Richterkarte der NRHA und ist A/B Richter der EWU und ebenfalls vertreten auf der internationalen Richterliste der FEI. Zur Seite steht ihm seine Ehefrau Evi Bös. Im Bereich der Western Reiterei ist sie als Richterin aktiv und gibt Lehrgänge zu verschiedenen Schwerpunkten. Gemeinsam bieten sie kombinierte Seminare an, in denen Evi Bös den Sitz des Reiters als Schwerpunkt hat. 

Jörg Bös ist durch seine langjährige Erfahrung mit den verschiedensten Reitweisen und Pferderassen vertraut. Berührungsängste gibt es keine. Die Begegnung mit vielen Ausbildern und der Austausch bei Lehrgängen bestätigt ihn jedoch immer wieder erneut in seiner eigenen Philosophie der pferdegerechten Ausbildung:

Die klassische Lehre basiert darauf, die natürliche Bewegung, d.h. die natürlichen Gänge des Pferdes zu erhalten, zu kultivieren und zu fördern. Die Lektion dient darin als Prüfstein des Ausbildungsstandes, nicht als Ziel! Sie darf nie im Vorderund stehen.

Auch heute haben diese Grundlagen noch Gültigkeit. Leider werden sie häufig vernachlässigt. Die psychischen und physischen Schäden des Pferdes durch die nicht korrekte Reiterei sind leider nicht sofort sichtbar, sondern treten oft erst nach Jahren eines schleichenden Prozesses falscher Abnutzung zu Tage.

Aus Respekt gegenüber dem Pferd, basiert die pferdegerechte Ausbildung durch Jörg Bös daher auf dem Zusammenspiel der funktionellen Anatomie und der Ausbildungsskala, mit dem Ziel größtmögliche Harmonie und Zufriedenheit bei Pferd und Reiter zu erreichen.

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Erkennen (von Problemen/Missständen) – Erleben (das es auch anders geht!) – Erlernen (Impulse für die zukünftige Arbeit mit dem Pferd) – das vermittelt Jörg Bös in seinem Unterricht und in seinen Seminaren.

„Mein Leben und meine Reiterei wurden am meisten und am nachhaltigsten durch die besten Lehrmeister geprägt die es gibt – die Pferde selbst!“ (Zitat Jörg Bös)

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