Portrait

Eva Bös 16/11/2008

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Name:                  Eva Bös

Qualifikation:    Richterin EWU A/B seit 2006

                                NRHA international 2004 bis 2011

 

Weitere Qualifikationen: Trainer C, Turniererfolge EWU, APHA, AQHA und NRHA in Reining, Trail, Pleasure, Horsemanship, Westernriding

 

Was waren die Beweggründe, die Richterlaufbahn einzuschlagen?

Das Interesse begann mit der grundsätzlichen Neugier am Richt- und Bewertungssystem.
Durch jahrelange Turnierteilnahme sind mir die Gespräche von Teilnehmern, Betreuern, Trainern und Zuschauern am Rande der Showarena bekannt. Die spekulativen Versuche die Bewertungen nachzuvollziehen, sind immer wieder erstaunlich. Daher wollte ich die Chance nutzen mich fortzubilden.

Im Richtergrundkurs erwachte dann mein Ergeiz die gesehenen Vorstellungen auch zu bewerten und zu begründen. Da die Anzahl der Richter nicht den steigenden Veranstaltungs- zahlen gerecht wird, habe ich beschlossen den Versuch zu wagen und an der Prüfung teilzunehmen.

Es liegen Welten zwischen der geäußerten Meinung als Turnierteilnehmer und der Verantwortung, die man als Richter mit der Bewertung übernimmt. Ich halte die Richtertätigkeit für eine große Herausforderung, auch an die eigene Persönlichkeitsbildung. Ich wollte mich ganz bewusst dieser Aufgabe und den damit verbundenen „Unannehmlichkeiten“ stellen.

Eigene Pferde:

 

Quarter Horse Wallach „Top Chic Cody“ (Reiner)

Hannoveraner Stute „Whitney“

(seit 9.3.2009 mit Stutfohlen von High Spirits)

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Kleiner Lebenslauf insbesondere in Bezug auf Pferde:

Der Lebenslauf ist recht lange, da ich seit meinem 9. Lebensjahr mit Pferden zu tun habe. Über Voltigieren und den ersten Reitstunden im Verein, kam ich mit 11 Jahren zum eigenen ½ Pferd zusammen mit meiner Mutter. Mit 12 nahm ich an den ersten Einfachen Reiterwettbewerben teil, die damals noch Jugendreiterprüfung hießen. Dann folgten Turnierteilnahmen und -erfolge in Dressur bis einschließlich Klasse M. Das Reitabzeichen wurde erworben. Auf dem Knapendorfer Hof wurden Holsteiner Hengste im Deckbetrieb eingesetzt. Natürlich wurde auch Zucht und Aufzucht betrieben. Ab 1994 wurden die ersten Versuche im Westernsattel absolviert und nach ca. 2 Jahren den Warmblütern der Rücken gekehrt. Nach einigen Trainingsirrwegen, konnten Erfolge in den Westerndisziplinen auf Turnieren erreicht werden. Mit dem Paint Hengst „Quanto Dinero“ wurde in der zurückliegenden Zeit eine kleine Zucht aufgebaut, die aber zwischenzeitlich durch den Verkauf des Hengstes eingestellt wurde. Seit  2005 sind sowohl Warmblüter als auch Quarter oder Paints im Stall. Mitte März 2007 stand erneut ein Turnierstart im Dressursattel an.

Weitere Hobbys / Familie:

Hobby:  Tanzen
Familie: Sohn Daniel Lukas und Tochter Lisa Lukas mit Enkelin Celina Sophie, geb. 3.3.2010

Schönstes Erlebnis beim Richten:

Es gibt immer wieder viele schöne Momente. Wenn z.B. Kinder sich bei ihrem ersten Start in der Führzügelklasse noch über den gewonnen Pokal freuen können wie ein König. Auch wenn sich die Reiter nach einem noch nicht ganz so gelungenen Ritt über die erbrachte Leistung ihres Pferdes freuen können.

Mein besonderer Tipp für die Turnierteilnehmer:

  • Fragen! (Der amtierende Richter gibt immer gerne Auskunft)
  • Regelbuch aufmerksam lesen (auch wenn es schwer fällt)
  • bei fachkundigen Personen/Stellen  informieren über Bewertungssystem usw.
  • nicht an der Ausbildung für Reiter und Pferd bei qualifiziertem Trainer sparen

Ziele und Zukunftswünsche:

Schulterschluss der Westernverbände und Reitweisen, mehr Verständnis und besseres Miteinander generell, gesunder Ehrgeiz, steigender Fortbildungswille der Reiter, Vergegenwärtigung der ethischen Grundsätze.

Sonstiges:

Die Bestrebungen den Westernreitsport mit Sinn und Verstand und unter Gesunderhaltung der Pferde zu betreiben, sollten immer wieder in den Vordergrund gestellt werden.

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