Seminare & Lehrgänge

- Reitkurs mit Theoriewiederholung in Verl 17/03/2010

Bericht Reitkurs in Anlehnung an die funktionale Anatomie mit Jörg Bös

 Am 13. und 14.03.2010 fand auf dem Pferdehof Buschmann in Verl die Fortsetzung des Kurses Funktionale Anatomie aus 2009 statt.

 Es fanden sich Samstag Morgen acht Reiter und eine Theorieteilnehmerin ein. Wir waren ein bunt gemischter Haufen, aus Freizeitreitern, Englischreitern, Westernturnierreitern, verschiedener Ausbildungsstufen. Pferde aller Altersklassen und Rassen (Haflinger, Quarter Horse, Appaloosa, Vollblut) waren vertreten. 5 Teilnehmer hatten bereits an dem ersten Kurs teilgenommen.

 Samstag Morgen begannen wir mit einer Kurzfassung des Theorieteils. Wobei die Teilnehmer vom letzten Jahr feststellen mussten, dass beim zweiten hören, einiges an AHA-Effekten eintrat. Der Theorieteil ist doch sehr umfassend und man kann ihn sicherlich auch noch ein drittes Mal verinnerlichen!

 Leitsatz: Jeder Reaktion des Pferdes, geht eine Aktion des Reiters voraus!

 Der Vormittag verging im Flug, so dass wir alle die Mittagspause zur Erholung nutzten und das leckere Essen (auch an die Vegetarier wurde gedacht!!) genossen!

 Nach der Pause gings auf die Pferde. Zur Freude aller hatte Jörg seine Frau Evi zur Unterstützung mitgebracht. Evi war für den Reiter zuständig. So dass wir immer mit zwei Reitern begannen, der Eine machte Einzelunterricht bei Jörg und der Andere wurde von Evi bezüglich seines Sitzes unter die Lupe genommen! Durch entsprechende Übungen nach dem Programm von Eckart Meyners, wurde gelockert und beweglicher gemacht.

 Jörg bezog in seinen Unterricht immer wieder die Zuschauenden mit ein und schulte so das Auge aller! Beeindruckend war, wie sich innerhalb kürzester Zeit und einfachster Übungen (z.B. Abkauübungen an der Hand) die Bewegungen des Pferdes verbesserten! Die Pferde wurden losgelassener, traten mehr unter den Schwerpunkt und ganz besonders wurden sie deutlich zufriedener!

 Nach dem Alle durch waren, trafen wir uns zum Abschluss des ersten Tages beim Abendessen.  Bei aller Theorie und Lernerei kam der Spaß nicht zu kurz! Insbesondere die Bewegungstherapie bei Evi brachte allen Spaß (besonders wenn der Schmerz nachließ ;-) )

 Sonntags sahen wir uns morgens zuerst alle Ritte des Vortages auf Video an. So konnte jeder seine Fehler, und besonders auch seine Fortschritte, noch einmal sehen! Danach hatte jeder noch einmal eine Einzelreitstunde bei Jörg und einige von uns bekamen auch noch einmal Unterstützung durch Evi, die bei Problemen des Sitzes erneut den Reiter mobilisierte.

 Ich hoffe, dass es auch noch eine dritte Fortsetzung in 2011gibt!

 Danke nochmal an Nicole für die leckere Versorgung der Reiter und an Hof Buschmann für die gute Unterbringung der Pferde!

 Viele Grüße

Steffi Thies

- Trainingsurlaub Steffi Thies 28/10/2009

Klassisches Reiten = Gesundes Pferd

Für jedes Problem gibt es eine Lösung, dass. .. .. diese so einfach ist (naja, relativ), hätte ich nicht gedacht!

Aber von Anfang an:

Meine QH-Stute fing vor 2,5 Jahren mit Headshaking ein. Es gab keine Erklärung hierfür. Wir probierten alles aus: nasses Heu, Späneeinstreu, UV-Fliegenmaske, Chiropraktiker, Osteopath, Akupunktur, tierärztliche Untersuchung bis hin zur Bronchoskopie, Kopf / Genick Röntgen, Augenuntersuchung, Zahnuntersuchung. Nichts, alles ohne besondere Befunde. Es kam und ging, Sommer wie Winter. Es gab keine Regelmäßigkeit, außer, dass. es wurde immer schlimmer!

Vor einem Jahr waren wir dann bei einer namhaften Westerntrainerin, die mehr an der Stellung / Biegung arbeitete. Danach ging dann gar nichts mehr!

Ich hatte zuvor schon viel über die Kurse “Funktionelle Anatomie” von Jörg gelesen. Sie waren mir immer zu weit weg. Anfang diesen Jahres fand einer in der Nähe (100 km) statt! Sofort habe ich mich samt Hotti angemeldet!

Für mich stand der Kurs zunachst unter keinem guten Stern., In der Woche zuvor hatte Luna dann auch noch die erste Kolik in den 9 Jahren, die ich sie habe und sie musste noch 3 Tage in der Klinik verbringen. Kein guter Start für einen Kurs! Daher habe ich sie am ersten Kurstag Lediglich an der Hand vorgestellt und bin abends für mich alleine noch etwas geritten, naja, besser gesagt, geshaked. Es ging rein gar nichts, ich war schon völlig verzweifelt! Andere Kursteilnehmer munterten mich auf, dass. .. .. Es wäre vielleicht gut so, damit es Jörg live erleben konnte.

Und richtig !!!!!!! Jörg sagte sofort: Ja, ja, sehe ich, ein sehr sensibles Pferd. Ist typisch für Solche Pferde. Wir haben eine gute halbe Stunde mit ihr gearbeitet. Bisher hatte ich das Reiten immer unterbrochen wenn sie schnickte. In dieser sehr kurzen Zeit sah man schon eine Besserung! Jörg steuerte mich quasi wie eine Marionette: parieren innen, außen, Bein, Druck, vorwärts reiten …

Mitte Juni waren wir dann auf dem Hof Knapendorfer auf dem EWU A / Q Turnier. Auch da fing sie schon beim Abreiten ein zu schnicken. Trotz super Boden, kein Staub, eher Matsché (es hatte 2 Tage durchgeregnet), das alte Problem. Durch die Superhorse und die Western Riding kam ich ohne schnicken. In der Pleasure fing sie auf der Hand eins zu schnicken zweiten, wie auch die beiden Turniere zuvor. (Noch im Jahr 2007 waren wir Westfalenmeister in der Western Pleasure!)

In meiner Verzweiflung fragte ich Jörg, ob er mir an meinem prüfungsfreien Samstag eine Reitstunde geben könnte. Er willigte direkt ein. Wir haben dann einen Dressursattel ausprobiert um alle Eventualitäten auszuschließen. Auch sie wieder damit schnickte, aber innerhalb der dreiviertelstündigen Reitstunde war es ganz verschwunden!

Sonntag beim Abreiten, war es dann wieder ganz schlimm. Jörg gab mir kurz vor der Prüfung noch einmal Hilfestellung und siehe da, eine erfolgreiche Superhorse OHNE schnicken folgte (4.Platz)! Nun war unser Urlaub im August quasi schon auf dem Hof Knapendorfer gebucht!

In der Zwischenzeit habe ich mein Pony mit Wassertrense und Sperrhalfter geritten. Obwohl ich bisher auch “nur” ein Billy-Allen-Shanks-Trense mit kurzen Anzügen verwendet hatte! (Habe Allerdings von etlichen Profireitern und Reitkollegen den Ratschlag bekommen ein Korrektur-Bit zu verwenden, um das Schnicken zu verhindern! (Gut, Dass ich diese Ratschläge nicht befolgt habe!)

Nach der zweiten Reitstunde hatte ich immerhin schon so viel verstanden, dass. .. .. ich in der Lage war, das mit viel Gefühl über hinwegzureiten erschüttert!

Anfang August haben wir dann 4 Tage Urlaub auf dem Knapendorfer Hof gemacht und wurden sehr herzlich empfangen! Mein Pony Bekam eine schöne Außenbox und eine eigene, riesige Weide mit Sichtkontakt Zu den anderen Pferden.

Es waren sehr lehrreiche Tage und siehe da bin, letzten Tag grenzende die gesamte Reitstunde ohne schnicken! Eine Woche später war dann Westfalenmeisterschaft und meine Luna schaffte es endlich eine gesamte Unterwegs zu überstehen, ohne zu schütteln! Obwohl es für mich noch zwei Arten zu reiten sind! Beides zu kombinieren ist schon nicht ganz leicht!

Mitte Oktober haben wir erneut 3 Tage auf dem Hof Knapendorfer zum Training verbracht und siehe da, das Reiten nimmt langsam Formen an ;-)

Und nicht nur das Reiten auf dem Hof Knapendorfer macht Spaß. Mit der netten Stallgemeinschaft, Evi und Jörg, kam dann auch mein Freund zum Züge. Wir waren Kart fahren!

Das wird auch nicht der letzte Aufenthalt auf dem Hof Knapendorfer gewesen sein!

Ich bin wirklich für diese Hilfe sehr dankbar!

 Daher nochmal ein großes Dankeschön an Evi, Jörg und Uschi!

 Steffi, Björn & Luna

Klassisches Reiten = gesundes Pferd 01/10/2009

Bericht von Steffi Thies

Für jedes Problem gibt es eine Lösung, dass. .. diese so einfach ist (naja, relativ), hätte ich nicht gedacht!

Aber von Anfang an:

Meine QH-Stute fing vor 2,5 Jahren mit Headshaking ein. Es gab keine Erklärung hierfür. Wir probierten alles aus: nasses Heu, Späneeinstreu, UV-Fliegenmaske, Chiropraktiker, Osteopath, Akupunktur, tierärztliche Untersuchung bis hin zur Bronchoskopie, Kopf / Genick Röntgen, Augenuntersuchung, Zahnuntersuchung. Nichts, alles ohne besondere Befunde. Es kam und ging, Sommer wie Winter. Es gab keine Regelmäßigkeit, außer, dass. es wurde immer schlimmer!

Vor einem Jahr waren wir dann bei einer namhaften Westerntrainerin, die mehr an der Stellung / Biegung arbeitete. Danach ging dann gar nichts mehr!

Ich hatte zuvor schon viel über die Kurse “Funktionelle Anatomie” von Jörg gelesen. Sie waren mir immer zu weit weg. Anfang diesen Jahres fand einer in der Nähe (100 km) statt! Sofort habe ich mich samt Hotti angemeldet!

Für mich stand der Kurs zunachst unter keinem guten Stern., In der Woche zuvor hatte Luna dann auch noch die erste Kolik in den 9 Jahren, die ich sie habe und sie musste noch 3 Tage in der Klinik verbringen. Kein guter Start für einen Kurs! Daher habe ich sie am ersten Kurstag Lediglich an der Hand vorgestellt und bin abends für mich alleine noch etwas geritten, naja, besser gesagt, geshaked. Es ging rein gar nichts, ich war schon völlig verzweifelt! Andere Kursteilnehmer munterten mich auf, dass. .. Es wäre vielleicht gut so, damit es Jörg live erleben konnte.

Und richtig !!!!!!! Jörg sagte sofort: Ja, ja, sehe ich, ein sehr sensibles Pferd. Ist typisch für Solche Pferde. Wir haben eine gute halbe Stunde mit ihr gearbeitet. Bisher hatte ich das Reiten immer unterbrochen wenn sie schnickte. In dieser sehr kurzen Zeit sah man schon eine Besserung! Jörg steuerte mich quasi wie eine Marionette: parieren innen, außen, Bein, Druck, vorwärts reiten …

Mitte Juni waren wir dann auf dem Hof Knapendorfer auf dem EWU A / Q Turnier. Auch da fing sie schon beim Abreiten ein zu schnicken. Trotz super Boden, kein Staub, eher Matsché (es hatte 2 Tage durchgeregnet), das alte Problem. Durch die Superhorse und die Western Riding kam ich ohne schnicken. In der Pleasure fing sie auf der Hand eins zu schnicken zweiten, wie auch die beiden Turniere zuvor. (Noch im Jahr 2007 waren wir Westfalenmeister in der Western Pleasure!)

In meiner Verzweiflung fragte ich Jörg, ob er mir an meinem prüfungsfreien Samstag eine Reitstunde geben könnte. Er willigte direkt ein. Wir haben dann einen Dressursattel ausprobiert um alle Eventualitäten auszuschließen. Auch sie wieder damit schnickte, aber innerhalb der dreiviertelstündigen Reitstunde war es ganz verschwunden!

 
Sonntag beim Abreiten, war es dann wieder ganz schlimm. Jörg gab mir kurz vor der Prüfung noch einmal Hilfestellung und siehe da, eine erfolgreiche Superhorse OHNE schnicken folgte (4.Platz)! Nun war unser Urlaub im August quasi schon auf dem Hof Knapendorfer gebucht!

In der Zwischenzeit habe ich mein Pony mit Wassertrense und Sperrhalfter geritten. Obwohl ich bisher auch “nur” ein Billy-Allen-Shanks-Trense mit kurzen Anzügen verwendet hatte! (Habe Allerdings von etlichen Profireitern und Reitkollegen den Ratschlag bekommen ein Korrektur-Bit zu verwenden, um das Schnicken zu verhindern! (Gut, Dass ich diese Ratschläge nicht befolgt habe!)

Nach der zweiten Reitstunde hatte ich immerhin schon so viel verstanden, dass. .. ich in der Lage war, das mit viel Gefühl über hinwegzureiten erschüttert!

Anfang August haben wir dann 4 Tage Urlaub auf dem Knapendorfer Hof gemacht und wurden sehr herzlich empfangen! Mein Pony Bekam eine schöne Außenbox und eine eigene, riesige Weide mit Sichtkontakt Zu den anderen Pferden.

Es waren sehr lehrreiche Tage und siehe da bin, letzten Tag grenzende die gesamte Reitstunde ohne schnicken! Eine Woche später war dann Westfalenmeisterschaft und meine Luna schaffte es endlich eine gesamte Unterwegs zu überstehen, ohne zu schütteln! Obwohl es für mich noch zwei Arten zu reiten sind! Beides zu kombinieren ist schon nicht ganz leicht!

Mitte Oktober haben wir erneut 3 Tage auf dem Hof Knapendorfer zum Training verbracht und siehe da, das Reiten nimmt langsam Formen an ;-)

Und nicht nur das Reiten auf dem Hof Knapendorfer macht Spaß. Mit der netten Stallgemeinschaft, Evi und Jörg, kam dann auch mein Freund zum Züge. Wir waren Kart fahren!

Das wird auch nicht der letzte Aufenthalt auf dem Hof Knapendorfer gewesen sein!

Ich bin wirklich für diese Hilfe sehr dankbar!

Daher nochmal ein großes Dankeschön an Evi, Jörg und Uschi!

Steffi, Björn & Luna

- Auch Westernpferde müssen vorwärts geritten werden! 02/08/2009

Ich möchte gerne allen Interessierten bzw. .. .. den Leute, welche vielleicht auch mit dem Gedanken spielen ihr Pferd zu Jörg Knapendorfer auf den Hof in Beritt zu geben, meine Erfahrungen schildern.

Eigentlich war für mich, nach einem in meinen Augen verpatztem Beritt von meiner Stute Lee vor 2 Jahren bei einer Westerntrainerin klar: das breche ich hier nun schleunigst ab und gebe mein Pferd nie wieder in fremde Hände (Obwohl dort wirklich nichts Schlimmes passiert mit meinem Pferdchen Krieg. War Schliesslich jeden Tag selber dort am Hof und habe auch sehr oft beim Training zugeschaut usw.. .. .. aber die Methode und auch die Haltung der Berittpferde passten einfach nicht zu meiner Stute.)

Ohne proffesionelle Hilfe wollte es auch nicht so recht, mit meiner manchmal etwas Speziellen Stute funktionieren.

Da nichts geeignetes in der Westernszene in meiner Umgebung zu finden war, landete ich bei einer mobilen, klassisch Reitlehrerin. Super, damit kamen meine Quarterstute und ich prima klar. Aber irgendwann ging es auch nicht mehr so recht vorwärts … … ..

Dann habe ich Jörg in Issum bei einem Seiner Seminare Funktionelle Anatomie kennengelernt: “Wow, das passt! Das gefällt mir und wäre vielleicht was für uns zwei.”

Nach ein paar Wochen / Monaten Zögern bei mir habe ich es dann doch gewagt und angefragt wie denn so der Ablauf / Konditionen etc. bei einem Beritt wären: okay.

Schon bei einer Vorabbesichtigung vom Knapendorfer Hof war ich positiv überrascht von dem sehr netten Klima DER GESAMTEN Stallgemeinschaft. Und auch die Haltung der Gastpferde ist Klasse: Außenboxen und ganz wichtig: die Pferde kommen im Sommer ganztags auf die Weide!

Auch Pferdchen eingepackt und Anfang Mai Knapendorfer auf den Hof gebracht.

Leider hatte ich einen so ungünstigen Termin für meine Ankunft gewählt wo Jörg und Evi unterwegs waren und auch die liebe / treue Seele vom Stall “Uschi” einen Krankenschein hatte.

Aber überhaupt kein Problem. Ich wurde sehr freundlich von anderen Einstallern in Empfang genommen und Bekam alles gezeigt. Pferdchen war prima versorgt!

Trotzdem hatte ich die ersten Tage immer ein mulmiges Gefühl wenn ich vom Hof wegfuhr und mein Pferd dort alleine ließ. (Hintergrund: ich bin schon Jahrelang Selbstversorger und bestimme alles selber war die Haltung meiner Pferde angeht. Bin wirklich jeden Tag mehrere Stunden am Stall und versorge meine Pferde persönlich. Und nun steht mein Liebling auf einmal 200 km von mir entfernt in einem fremden Stall. dadurch das noch 2 andere Pferde zuhause versorgt werden Müssen, die lange Fahrzeit und arbeiten muss man ja auch noch nebenbei ;-) schaffte ich es nur 2 mal die Woche nach meinem Pferd zu schauen. Ein komisches Gefühl!

Lee war auch leider am ersten Tag so unsozial in der Stutenherde, dass.. .. sie leider alleine auf eine Weide musste.

Das mulmige Gefühl änderte sich schlagartig als Uschi wieder da war!

An dieser Stelle auch noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Uschi für die liebevolle und kompetente Betreuung von meiner Stute Während IHRES Aufenthaltes dort !!!!!!

- Lee haut sich aus eigener Blödheit den Kopf an der Boxentür übel auf: kein Problem, Uschi schmiert gewissenhaft Heilerde drauf und die Wunde verheilt prima.

- Lee verliert ein Eisen: wieder kein Problem, Uschi organisiert umgehend den Schmied und das Eisen ist wieder schnell drunter.

- Nach dem Reiten verschwitz: kein Problem, Uschi Lee spritz ab, sprüht sie gegen die dämlichen Stechviecher ein und entlässt sie wieder auf die Weide ….

Die Liste könnte ich endlos fortsetzen, Uschi ist einfach die treue Seele vom Stall und stirbt, 7 Tage die Woche. Danke !!!!!!

So war das mulmige Gefühl bezüglich der Versorgung ganz schnell erledigt.

Bezüglich des Berittes hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Gefühl. Schon nach ein paar Tagen als ich zugeschaut hatte, waren deutliche Fortschritte erkennbar.

Lustig / Eigenartig war es aber schon mein Westernpferd auf einmal unter Jörg in “englischer” Ausrüstung zu sehen:

 Lee

Steht ihr aber gut! J

Was bringt der beste Beritt, wenn der Besitzer es nicht nachreiten kann? Nichts!

Ausserdem stehen natürlich Während unseres 3 monatigen Aufenthaltes von Lee dort auch Unterricht für mich auf meinem Pferd auf dem Programm.

Puh … .. ich habe in meiner ganzen Reiterlaufbahn noch nie so einen intensiven (und dadurch auch sehr effektiven) Unterricht erlebt!

Auch bei Temperaturen über 30 Grad hatte Jörg überhaupt kein Erbarmen mit mir.

Ständig hieß es: drück dein Pferd nach außen, vorwärts mehr Bein, äußere Zügel, nachgeben, reite dein Pferd, und und und … …

Keine Sekunde wo nichts kam und sei es nur: sitz mal entspannt auf deinem Pferd ;-)

Aber das zufriedene Gesicht von meinem Pferd nach dem Krieg Unterricht jeden Einzelnen Schweisstropfen von mir wert!

Nun, sind die 3 Monate vorbei. Eigentlich schade. Nun fing es eigentlich erst ein wirklich interessant zu werden. Lee hatte sich mittlerweile auch prima Eingelebt und Freundschaften Mit ihren Weiden / Boxennachbarn geschlossen. Wäre der Hof nicht so weit von mir Zuhause entfernt, hätte ich gerne verlängert! Aber ich möchte mein Püppchen endlich wieder zuhause haben. Und nicht mindestens 2 Stunden Fahrzeit hin und auch wieder zurück in Kauf nehmen nur um mein Pferd zu sehen, auch wenn ich weiß, dass.. .. es ihr dort gut geht.

Ich hoffe, dass.. .. ich das Gelernte auch Zuhause umsetzen kann und nicht wieder in den alten Trott verfalle.

Das war bestimmt nicht mein letzter Unterricht bei Jörg!

Fazit: Immer wieder gerne! Die Basis ist die gleiche, egal ob Westernpferd oder “Englisch”. Auch Westernpferde Müssen anständig vorwärts geritten werden …. Schließlich haben alle Pferde die gleiche Anatomie.

Also, ich an alle die noch zweifeln sind: ich kann es nur empfehlen!

Viele Grüße

Birgit + Lee (Badger Poco Lena)

Videos auf Youtube!

<a href=”http://www.youtube.com/watch?v=pUI8oez09ok“>

 

<a href=”http://www.youtube.com/watch?v=usDSgUXOJns“>

 

- Trainerfortbildung oder Urlaub für Nina Sick 21/07/2009

Trainerfortbildung (Urlaub) einmal anders …

nina-jorg-2009

Nachdem wir letztes Jahr schon einmal eine Woche auf dem Hof Knapendorfer verbracht haben, MachTen wir uns auch in diesem Jahr wieder auf den Weg zu einer schönen aber auch anstrengenden Weiterbildung in Hessen. Somit luden wir unsere beiden Quarter Wallache Bobbi und Holi am 24. Mai auf den Anhänger und MachTen uns auf den ca. 600 Kilometer langen Weg von Heide (Holstein) zum Knapendorfer Hof. Nach einer extrem warmen und 8 ½ Stunden langen Fahrt kamen wir auf dem Hof ein und wurden sofort von Uschi, der guten Seele des Hofes, in Empfang genommen. Neben einem Stück Weide bekamen wir noch 2 Boxen im Außenstall zugewiesen, so dass. für Kost und Logis der Pferde gesorgt war. Da Jörg und Evi noch beim “Richten” waren Konnten wir in aller Ruhe unsere schöne Ferienwohnung im 2 Kilometer entfernten Laubuseschbach beziehen. Die Wohnung der Familie Beichert kannten wir schon vom letzten Mal und fänden uns Somit sofort zurecht.

Der Montagmorgen begann dann mit der ersten Reitstunde. Nach der erste Lösungs-und Sichtungsphase ging es direkt ans Arbeiten, so dass. sich schon nach 45 Minuten die ersten Erfolge zeigten. Während Dessen habe ich bereits Holi für seine erste Stunde fertig gemacht. Somit stehen dann einem “fliegenden” Pferdewechsel nichts mehr im Wege. Da Nina Holi schon im letzten Jahr und bei den ersten Lehrgängen geritten hatte, schaute sich zuerst ein Jörg welche Fortschritte die Beiden seit dem letzten Lehrgang gemacht hatten. Anschließend folgte ein Unterricht in gewohnter Manier. Hierbei zeigt Jörg durch kurze knappe Kommandos, wie er das Pferd geritten haben möchte Somit versucht und “richtiges” Reiten zu demonstrieren. Der Reiter soll dieses Gefühl mitnehmen und dann selber umsetzen anschließend.
Nach diesen beiden Reitstunden nutzen wir das herrliche Wetter um uns ein wenig auf dem Hof umzuschauen und die Neuerungen des letzten Jahres zu betrachten. Anschließend schauten wir Jörg beim Beritt und beim Unterricht zu. Hierbei bestand immer die möglichkeit Fragen zu stellen und Jörg förderte uns auch immer wieder auf, das gerade Gesehene zu beurteilen und eine Entwicklung festzustellen. Somit ging ein ereignisreicher und schöner Tag zu Ende.

DIE FOLGENDEN Tage bestanden für uns dann immer aus 2 Reitstunden für Nina mit Bobbi und Holi und dem Zuschauen bei Jörg’s Tätigkeiten. Neben normalen Reitstunden waren wir auch noch bei einer Vereins-und einer Springstunde dabei. Ich an dieser Stelle mal ein paar markante Aussagen aus Jörgs Unterricht zitieren, welcher jeder Seiner Reitschuler bestimmt wiedererkennt möchte.

         “Aktivität durch Passivität”

          “Nimm den äußeren Zügel”

         “Mach ihn Hohl”

Offen gestanden kann man im ersten Augenblick vielleicht mit diesen  Begriffen noch nicht so viel anfangen. Aber wenn man einmal an seinem Seminar über Funktionelle Anatomie und die Ausbildungsskala zugehört hat, kann man diese Begriffe sehr gut einsortieren.
Neben der Pferde-und Reiterausbildung kam aber auch der Freizeitwert unserer “Fortbildung” nicht zu kurz. Neben vielen sehr interessanten Gesprächen haben wir auch die schöne Umgebung erkundet und sehr viel Natur vorgefunden. Der nette Umgang zeigte sich auch am Donnerstag, wo Evi und Jörg mit uns noch essen gegangen sind.
Nach diesem sehr unterhaltsamen Abend gab es dann am Freitagmorgen noch eine sehr schöne abschließende Reitstunde mit Holi Bevor wir “Sack und Pack” ins Auto luden um wieder nach Hause zu Reisen. Nach einer Wiederum durch viel Verkehr und Stau geprägten Rückfahrt erreichten wir dann 8 ½ Stunden später unsere eigene kleine Westernreitschule im hohen Norden.

Zusammengefasst muss man sagen, dass. es wieder einmal eine sehr schöne Woche bei Jörg und Evi auf dem Hof Knapendorfer Krieg und wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen im diesjährigen September.

Stefan & Nina Sick

- Trainings-Urlaub Juli 2009 der Rosonnenhöfer 15/07/2009

 

Heute ist nicht aller Tage,

wir kommen wieder, keine Frage –

 

Urlaub auf dem Knapendorfer Hof bei Evi und Jörg Bös

vom 06.07 .- 11.07.09 < / strong>

 

Wo verbringt man am liebsten seinen wohlverdienten Urlaub?

Natürlich auf dem Knapendorfer Hof bei Evi und Jörg Bös.

 

Wichtig ist uns eine fundierte Ausbildung von Pferd und Reiter, um unseren Partner Pferd gesund zu erhalten, auch wenn es mitunter für beide Seiten schweißtreibend sein kann. Egal ob Western oder Klassisch, es gibt nur gutes oder schlechtes Reiten.

 

Jörg holt jede Pferd-Reiter-Kombination da ab, wo sie steht und schafft es, diese weiter zu fördern. Innerhalb kurzer Zeit wachsen wir über uns hinaus, gutes Reiten, wobei spektakulär unspektakulär ist. Es kommt auf die Nuance an, ob mein Pferd losgelassen ist oder sich im Rücken festhält losgelassen.

 

Da reitet man schon über 25 Jahre und es offenbaren sich neue Aha-Erlebnisse! Dazu gehört auch das Arbeiten am korrekten Sitz, ohne den keine gute Hilfengebung möglich ist.

Jörg vermittelt Pferd und Reiter neue Bewegungsgefühle, auch ein Westernpferd kann locker über den Rücken schwingen und ein Norweger lernt, das linke Hinterbein zu gebrauchen. Hurra, endlich klappen Seitengänge und Galoppwechsel reell mit einem losgelassenen Pferd. Die Ausbildungsskala lässt grüßen.

 

Hier hat man das Gefühl, wirklich reiten zu lernen! So einen fundierten und engagierten Unterricht wie durch Jörg Bös haben wir in unserer bisherigen Reiterlaufbahn noch nicht erlebt.

 

Darüber hinaus hat der Knapendorfer Hof noch mehr zu bieten: viele nette, aufgeschlossene Einstaller und Vereinsmitglieder, selbstgebackener Kuchen, Kaffeestückchen, Erlernen der hessischen Mundart inklusive, sowie ein wunderschönes Ausreitgelände. Nicht zu vergessen hervorragende Reitboden auf Innen-und Außenplätzen. Die Pferde sind, dank guter Fürsorge von Uschi, bestens versorgt und dürfen sich auch auf der Wiese tummeln.

 

Fazit-Wir sind Wiederholungstäter und kommen wieder!

 bild-dina1

 

Dina Düngen und Bettina Rempel und die Pferde vom Rosonnenhof

- Seminar I/Apr. 09 02/05/2009

Mitte April habe ich mich um den Erhalt meiner Trainerlizenz beim DSB gekümmert und am Kurs “Funktionelle Anatomie” mit Jörg Bös teilgenommen. Er fand in Driedorf im Westerwald statt, von uns ca. 180 km entfernt. Der Kurs war sehr interessant, da er auf korrektes Reiten unter anatomischen Gesichtspunkten abzielte, angelehnt an die Ausbildungsskala der FN. Jörg hat das Thema sehr locker und informativ rüber gebrach, stand jederzeit für Nachfragen parat und hat in den nachfolgenden Einzelstunden jedem einen persönlichen Einblick in die notwendige Arbeit mit seinem Pferd gegeben. Da der Kurs reitweise-unabhängig war, waren wir eine bunt gemischte Mannschaft von Klassik-, Freizeit- und Westernreitern.
Klares Fazit des Kurses: unter anatomischen und pferdegerechten Gesichtspunkten gibt es kein entweder oder der Reitweisen, sonder nur ein: alle das gleiche – zur längstmöglichen Gesunderhaltung des Pferdes!
Eva Fasbender

- Trainingsaufenthalt Sarah, Evelyn + Chris 27/03/2009

 

Wellness für Pferde – Denksport für Reiter

 

 

 

Sonntagnachmittag, strahlender Sonnenschein … rollen wir zu viert auf den Knapendorfer Hof in dem schönen Städtchen Weilmünster, CA. 45 Kilometer von Frankfurt am Main entfernt. Im Hänger drei Pferde, die im Kofferraum Westernsätteln!

 

Hier ist auch Jörg Bös zu Hause. Begeisterter Dressur-und Klassischreiter.

Vorher die Internetseite genau unter die Lupe genommen und festgestellt, dass. es vor allem auf die pferdegerechte Ausbildung ankommt. Funktionelle Anatomie mit Harmonie und Zufriedenheit miteinander verbinden ….

Immer auf der Suche nach neuen Tipps mit unserem Freund Pferd zurecht zu kommen, werden wir hier nun, wenn auch mit einem etwas mulmigen Gefühl, die nächste Woche verbringen …. ;)

 

Wir werden von freundlichen Mitarbeitern Einstellern und begrüsst und schon nach kurzer Zeit sind unsere Pferde gut versorgt …

 

Montagabend war es dann so weit …. Die erste Unterrichtsstunde stehen uns bevor …

Auf dem Weg zur Halle stellen wir uns immer wieder die Frage, Dressur und Western ist das wirklich kombinierbar … was erwartet uns ….

Aber schon bald stellen wir fest, dass. nicht allein der Sattel etwas ausmacht.

Kommt es doch vielmehr darauf ein Probleme und Missverständnisse zu erkennen und mit viel Harmonie in den Sattel zu steigen, egal wie dieser aussieht ….

Umdenken  im Sinne des Pferdes, Mit seinen Augen das Ganze sehen.

 

Wenn wir noch so gedacht haben fein und richtig mit unserem Partner Pferd gearbeitet zu haben, wurden wir noch mal vom Gegenteil überzeugt. Leichte Hilfegebung und Ruhe stehen hier im Vordergrund. Vertrauen aufbauen und Nachgiebigkeit, zu halten und damit zu arbeiten.

Deinem Pferd Vertrauen schenken, auch mal Fehler zulassen und erkennen, wann man wie, und  vor allem, richtig und fair reagiert. Seinen Körper kennen lernen. Sich einlassen auf sein Pferd und Mit seiner Bewegung eins werden.

 

Das Nahm die ganze nächste Woche in Anspruch. Mit Leichtigkeit und Nachgiebigkeit das Pferd “bergauf” gehen, und sich nicht auf der Vorderhand und Somit auf Kosten des Pferdes, durch die Halle tragen lassen ….

 

Fazit der Woche?? Ich denke ich spreche für uns alle, dass. wir lange nicht so intensiven und kontrollierten Unterricht hatten ….

Die Basis doch das Wichtigste ist. Ohne diese läuft gar nichts. Nur mit dieser kann man trainieren und gelassen Manöver ausführen.

Ja selbst die Pferde haben Spaß bei der Arbeit gezeigt und sind stressfrei aus dem Unterricht gegangen.

 

Eine Anstrengende aber sehr lehrreiche Woche geht zu Ende ….

Wir kommen wieder …

 

P.S. bis dahin haben wir auch die eine oder andere Bahnfigur gelernt;)

 

                                                           Viele Grüße Evelyn, Chris und Sarah

 

- Seminar I/Mrz 09 09/03/2009

 

Durch das Pferd sind wir united, ob man nun „Englisch“ oder „Western“ reitet!

Lehrgang für Trainer B Prüfer im Breitensport und Übungsleiterlizenz-Fortbildung „Westernreiten“ am 8./9.März 2009 in München-Riem

Mit einem reitweisenübergreifenden Seminar des BRFV konnte Frau Brem, die ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatte, sich und den rund 30 Teilnehmern einen lange gehegten Wunsch erfüllen und die Prüfer im Breitensport mit den Trainern Westernreiten an einen Tisch einladen.

Der Lehrgang war eine äußerst gelungene Zusammenführung von „Englisch-“ und „Western“-Reitern und konnte die bestehende Kluft dazwischen erheblich schmälern.

Als Referent stellte sich Jörg Bös der Herausforderung und meisterte mit Bravur den Spagat zwischen den beiden, auf den ersten Blick so unterschiedlich wirkenden Pferdewelten. Voller Elan schaffte er es die Teilnehmer auf ihre gemeinsame Basis – das Pferd einzustimmen, indem er neben den ethischen Grundsätzen des Reitsports und die funktionelle Anatomie des Pferdes als Schlüssel und Grundlage jeglicher Reiterei detailliert erläuterte und interessant und gut verständlich vermittelte.

Das Wohle des Pferdes als wichtigstes Ausbildungsziel aller Reitweisen stand dabei für den Ausbilder im Vordergrund. Diesen Grundsatz verfolgte Herr Bös während des theoretischen Unterrichts über Reitausbildung und das Bewerten von breitensportlichen Wettbewerben im Lehrsaal genauso konsequent wie in den anschaulichen Praxisteilen in der Olympiareithalle. Aufbauend auf die Gemeinsamkeiten erarbeiteten die Teilnehmer anhand von Videoaufnahmen und deren Analysen die wichtigsten Inhalte der Richtverfahren.

Integriert in diesen Lehrgang wurde außerdem eine Prüfung für alle teilnehmenden Prüfer Breitensport, die anhand von Bewertungsbögen die Übungsleiter Western und deren mitgebrachten Pferde zu rangieren und zu benoten hatten. Alle teilnehmenden Prüfer sind deshalb befähigt und berechtigt breitensportliche Westernwettbewerbe zu bewerten. Sie werden von nun an  auf der Prüferliste des BRFV sowie auf der Liste der EWU geführt und freuen sich auf zahlreiche Einsätze in der kommenden Saison 2009.

 Bestanden haben:

Heike Bachhuber,  Judith Jepards,  Sylvia Stöcklein, Birgit Büchner, Gabriele Monteleone,  Dr. Bettina Völkel, Renate Ettl,  Mareile von Rochow,  Ute Völkl, Monika Hipp, Petra Stegmüller,  Petra Hollrotter, Andreas Huth           

Auf diesem Wege gratulieren wir allen Prüferkollegen, zur bestandenen Zusatzqualifikation und wünschen zahlreiche Einsätze.

 Judith Jepards           Sylvia Stöcklein

 

 

 

 

 

 

 

 

Kursbericht zur Trainerfortbildung am 7./8. März 2009

 

Anfang März fand die jährliche Fortbildung für Trainer B Prüfer Breitensport und Übungsleiter Western zur Lizenzverlängerung in München-Riem statt. Als Kursleiter war der bekannte EWU-Richter und Ausbilder Jörg Bös eingeladen. Schwerpunkte waren die Einführung in die funktionelle Anatomie und das Richten von breitensportlichen Westernprüfungen. Der Kurs war sehr gut besucht, über 24  A-, B- und C-Trainer Westernreiten und Prüfer im Breitensport nahmen teil, davon acht mit Pferd.

Die Verbindung beider Themen war sicherlich gut, denn so konnte man die neu gewonnen Kenntnisse aus der Anatomie gleich auf Beurteilung der Ritte am nächsten Tag anwenden, als die Disziplinen Trail, Horsemanship, Pleasure und Showmanship von den Teilnehmern geritten und gerichtet wurden, allerdings wurde damit der Theorie-Teil sehr umfangreich und das für uns alle so interessante Thema der funktionellen Anatamie konnte nicht in der Gründlichkeit und Tiefe behandelt werden, wie manche es sich gewünscht hätten.

Dabei zeigt Jörg Bös nicht nur auf, wie sich Fehler in der Ausbildung auf die Gänge und damit letztendlich auf die Gesundheit des Pferde auswirken, sondern gab auch Hilfestellung, wie sich diese Probleme vermeiden lassen. Ganz wichtig waren für Ihn dabei die „Ethischen Grundsätze des Pferdesports“: Das Ziel jeder Ausbildung ist die größtmögliche Harmonie zwischen Reiter und Pferd! Echte Harmonie ist nur mit einem losgelassenem Pferd erreichbar, ein deutlicher Hinweis auf zentrale Bedeutung der Losgelassenheit in der Pferdeausbildung. Zu seinen Grundsätzen beim Reiten gehören:

- Genullt auf das Pferd gehen. (Nichts vorraussetzen; keine neg. Emotionen)

- Ich habe Zeit.

- Mit wenig zufrieden sein. (Wenn das Pferd sich jeden Tag um 1 % verbessert, wäre es in hundert Tagen fertig in der Ausbildung.)

- Der denkende Reiter ist im Vorteil.

- Passiv ist aktiv.

- Jeden Tag die Ausbildungsskala beachten; sich immer kontrollieren.

- Die Lektion ist der Prüfstein, nicht das Ziel, und damit die Grundlage der nächsten Lektion.

- Dreh- und Angelpunkt allen Reitens ist das Becken des Reiters. Ziel:     80 % Sitz, 15 % Schenkel, 5 % Zügel.

- Jeder Reaktion des Pferdes geht eine Aktion des Reiters voraus.

 

Der Kurs war nicht nur inhaltlich sehr gut, vor allem beeindruckte mich das vehemente und überzeugende Eintreten von Jörg Bös für korrektes und pferdegerechtes Reiten. Dabei ging es ihm darum, eine Diskussion zur Art der heutigen Reiterei anzustoßen, denn zum Beispiel die „Rollkur“ ist nicht nur bei den klassischen Disziplinen (Dressur, Springen), sondern auch in der Westernreiterei ein Thema, dem sich dieser Sport bislang dadurch entzogen hat, dass man negative Berichterstattungen vermeiden möchte und daher vieles ungesagt blieb. Dass sich die Sportreiterei in allen Sparten immer mehr von der Kreatur wegbewegt, ist in seinen Augen eine Tatsache, die nicht zu übersehen ist und wir alle, vor allem Ausbilder und Prüfer, sind aufgefordert, daran etwas zu ändern. So lange nur das höher, schneller, weiter im Sport eine Rolle spielt, wird pferdegerechtes und anatomisch korrektes Reiten immer unwichtiger und entsprechend nachlässig von Ausbildern und Richtern behandelt. Gerade als angehende Prüfer im Breitensport rief uns Jörg Bös dazu auf, Zivilcourage zu zeigen und gutes und pferdefreundliches Reiten mehr zu honorieren, als ein Pferd, das zwar die Aufgabe erfüllt, jedoch durch verspannte, gebundene und taktgestörte Gänge zeigt, dass es nicht gemäß seiner Anatomie ausgebildet wurde.

 

 

Birgit Büchner

 

 

 

 

 

 

- Seminar I/Okt. 08 15/02/2009

Für den 18. und 19. Oktober 2008 lud unser Nachbarwesternstall- Joe`s Sundown Stable – Grambek/Schleswig-Holstein zu einem Seminar – Funktionelle  Anatomie – von Jörg Bös ein.

Aus der klassischen Reitszene kommend, zögerte ich, Westernreiten kannte ich nur aus der Ferne, doch wurde angenehm überrascht.

Herr Bös brachte in frischer und fesselnder Art, sehr kompetent, seine Themen. Schwerpunkte waren:

  • Bewegungsablauf
  • Ausbildung
  • Einzelne Reitweisen

Immer bezogen auf die jeweilige Anatomie der Pferde.

Es gab viele Denkanstösse und lebhafte Diskussionen, auch noch Tage danach. Herr Bös schaffte es, die Teilnehmer zwei Tage wach und sehr interessiert zu halten!

Sabine Böttcher, Grambeck/Schleswig-Holstein

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