Seminare & Lehrgänge

- Auch Westernpferde müssen vorwärts geritten werden! 02/08/2009

Ich möchte gerne allen Interessierten bzw. .. .. den Leute, welche vielleicht auch mit dem Gedanken spielen ihr Pferd zu Jörg Knapendorfer auf den Hof in Beritt zu geben, meine Erfahrungen schildern.

Eigentlich war für mich, nach einem in meinen Augen verpatztem Beritt von meiner Stute Lee vor 2 Jahren bei einer Westerntrainerin klar: das breche ich hier nun schleunigst ab und gebe mein Pferd nie wieder in fremde Hände (Obwohl dort wirklich nichts Schlimmes passiert mit meinem Pferdchen Krieg. War Schliesslich jeden Tag selber dort am Hof und habe auch sehr oft beim Training zugeschaut usw.. .. .. aber die Methode und auch die Haltung der Berittpferde passten einfach nicht zu meiner Stute.)

Ohne proffesionelle Hilfe wollte es auch nicht so recht, mit meiner manchmal etwas Speziellen Stute funktionieren.

Da nichts geeignetes in der Westernszene in meiner Umgebung zu finden war, landete ich bei einer mobilen, klassisch Reitlehrerin. Super, damit kamen meine Quarterstute und ich prima klar. Aber irgendwann ging es auch nicht mehr so recht vorwärts … … ..

Dann habe ich Jörg in Issum bei einem Seiner Seminare Funktionelle Anatomie kennengelernt: “Wow, das passt! Das gefällt mir und wäre vielleicht was für uns zwei.”

Nach ein paar Wochen / Monaten Zögern bei mir habe ich es dann doch gewagt und angefragt wie denn so der Ablauf / Konditionen etc. bei einem Beritt wären: okay.

Schon bei einer Vorabbesichtigung vom Knapendorfer Hof war ich positiv überrascht von dem sehr netten Klima DER GESAMTEN Stallgemeinschaft. Und auch die Haltung der Gastpferde ist Klasse: Außenboxen und ganz wichtig: die Pferde kommen im Sommer ganztags auf die Weide!

Auch Pferdchen eingepackt und Anfang Mai Knapendorfer auf den Hof gebracht.

Leider hatte ich einen so ungünstigen Termin für meine Ankunft gewählt wo Jörg und Evi unterwegs waren und auch die liebe / treue Seele vom Stall “Uschi” einen Krankenschein hatte.

Aber überhaupt kein Problem. Ich wurde sehr freundlich von anderen Einstallern in Empfang genommen und Bekam alles gezeigt. Pferdchen war prima versorgt!

Trotzdem hatte ich die ersten Tage immer ein mulmiges Gefühl wenn ich vom Hof wegfuhr und mein Pferd dort alleine ließ. (Hintergrund: ich bin schon Jahrelang Selbstversorger und bestimme alles selber war die Haltung meiner Pferde angeht. Bin wirklich jeden Tag mehrere Stunden am Stall und versorge meine Pferde persönlich. Und nun steht mein Liebling auf einmal 200 km von mir entfernt in einem fremden Stall. dadurch das noch 2 andere Pferde zuhause versorgt werden Müssen, die lange Fahrzeit und arbeiten muss man ja auch noch nebenbei ;-) schaffte ich es nur 2 mal die Woche nach meinem Pferd zu schauen. Ein komisches Gefühl!

Lee war auch leider am ersten Tag so unsozial in der Stutenherde, dass.. .. sie leider alleine auf eine Weide musste.

Das mulmige Gefühl änderte sich schlagartig als Uschi wieder da war!

An dieser Stelle auch noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Uschi für die liebevolle und kompetente Betreuung von meiner Stute Während IHRES Aufenthaltes dort !!!!!!

- Lee haut sich aus eigener Blödheit den Kopf an der Boxentür übel auf: kein Problem, Uschi schmiert gewissenhaft Heilerde drauf und die Wunde verheilt prima.

- Lee verliert ein Eisen: wieder kein Problem, Uschi organisiert umgehend den Schmied und das Eisen ist wieder schnell drunter.

- Nach dem Reiten verschwitz: kein Problem, Uschi Lee spritz ab, sprüht sie gegen die dämlichen Stechviecher ein und entlässt sie wieder auf die Weide ….

Die Liste könnte ich endlos fortsetzen, Uschi ist einfach die treue Seele vom Stall und stirbt, 7 Tage die Woche. Danke !!!!!!

So war das mulmige Gefühl bezüglich der Versorgung ganz schnell erledigt.

Bezüglich des Berittes hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Gefühl. Schon nach ein paar Tagen als ich zugeschaut hatte, waren deutliche Fortschritte erkennbar.

Lustig / Eigenartig war es aber schon mein Westernpferd auf einmal unter Jörg in “englischer” Ausrüstung zu sehen:

 Lee

Steht ihr aber gut! J

Was bringt der beste Beritt, wenn der Besitzer es nicht nachreiten kann? Nichts!

Ausserdem stehen natürlich Während unseres 3 monatigen Aufenthaltes von Lee dort auch Unterricht für mich auf meinem Pferd auf dem Programm.

Puh … .. ich habe in meiner ganzen Reiterlaufbahn noch nie so einen intensiven (und dadurch auch sehr effektiven) Unterricht erlebt!

Auch bei Temperaturen über 30 Grad hatte Jörg überhaupt kein Erbarmen mit mir.

Ständig hieß es: drück dein Pferd nach außen, vorwärts mehr Bein, äußere Zügel, nachgeben, reite dein Pferd, und und und … …

Keine Sekunde wo nichts kam und sei es nur: sitz mal entspannt auf deinem Pferd ;-)

Aber das zufriedene Gesicht von meinem Pferd nach dem Krieg Unterricht jeden Einzelnen Schweisstropfen von mir wert!

Nun, sind die 3 Monate vorbei. Eigentlich schade. Nun fing es eigentlich erst ein wirklich interessant zu werden. Lee hatte sich mittlerweile auch prima Eingelebt und Freundschaften Mit ihren Weiden / Boxennachbarn geschlossen. Wäre der Hof nicht so weit von mir Zuhause entfernt, hätte ich gerne verlängert! Aber ich möchte mein Püppchen endlich wieder zuhause haben. Und nicht mindestens 2 Stunden Fahrzeit hin und auch wieder zurück in Kauf nehmen nur um mein Pferd zu sehen, auch wenn ich weiß, dass.. .. es ihr dort gut geht.

Ich hoffe, dass.. .. ich das Gelernte auch Zuhause umsetzen kann und nicht wieder in den alten Trott verfalle.

Das war bestimmt nicht mein letzter Unterricht bei Jörg!

Fazit: Immer wieder gerne! Die Basis ist die gleiche, egal ob Westernpferd oder “Englisch”. Auch Westernpferde Müssen anständig vorwärts geritten werden …. Schließlich haben alle Pferde die gleiche Anatomie.

Also, ich an alle die noch zweifeln sind: ich kann es nur empfehlen!

Viele Grüße

Birgit + Lee (Badger Poco Lena)

Videos auf Youtube!

<a href=”http://www.youtube.com/watch?v=pUI8oez09ok“>

 

<a href=”http://www.youtube.com/watch?v=usDSgUXOJns“>

 

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